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Studiengang Architektur
Fakultät Gestaltung
Universität der Künste Berlin
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Frau Hanel
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Studiengang Architektur
Symposium

09.05.2014 - 10.05.2014

DAS PRINZIP DES UNFERTIGEN - Ein Gedankenaustausch

UdK Architektur, Hardenbergstr. 33, 3. OG, Raum 310

Der Studiengang Architektur an der UdK Berlin, begleitet den öffentlichen Diskurs über die Zukunft dieser Stadt.

Anlässlich eines eintägigen Symposions wird das internationale Kollegium der Abteilung zu Fragen des zeitgenössischen Berlin vortragen und diskutieren.

Von der Friedrichstadt Friedrich des Ersten über Peter Josef Lennèes landschaftlichen Städtebau, von der Ingenieursmentalität des James Hobrecht über den modernen Städtebau Martin Wagners, von der radikalen Nachkriegsmoderne bis zur kritischen Rekonstruktion des späten zwanzigsten Jahrhunderts, Berlin hat viele städtebauliche Metamorphosen erlebt, die meist in betonten Gegensatz aufeinander folgten und sich ohne Kompromisse gegenseitig ersetzten.

Noch heute sind die krassen Brüche im Stadtkörper präsent, und man könnte meinen, dass die Unvereinbarkeit dieser Gegensätze das herausragende Charakteristikum der Stadt sei. Es gibt aber darüberhinaus noch ein weiteres Merkmal, das die verschiedenen Stadtvisionen verbindet: das ist ihre Unfertigkeit; denn keine kam jemals zur Vollendung sondern wurde durch Einwirkung des Schicksals oder das Zutun der folgenden Generationen immer wieder zum Fragment verdammt.

Berlin ist die Hauptstadt des Unfertigen und hat stets darunter gelitten. Das Bonmot von Karl Scheffler, dass die Stadt verdammt sei, „ewig zu werden und niemals zu sein“, war als sarkastische Kritik an einer Stadt gemeint, die im Vergleich zu den klassischen Metropolen Europas immer als Emporkömmling gesehen wurde. Zu Beginn des 21. Jhdts. hat sich das Bild aber gewandelt: Heute ist die Schnelllebigkeit zum universellen Prinzip unseres Daseins geworden. Wo andere Städte mit gefestigteren Strukturen unter Anpassungsschwierigkeiten leiden, eröffnet die Unfertigkeit Berlins einzigartige Perspektiven. Die Offenheit und Wandelbarkeit der Stadt, ihre Vielheit und Interpretationsfähigkeit macht sie zu einem erstaunlich adaptiven Geschöpf, das an den Anforderungen der Zukunft wächst.

Wie mit dieser unerwarteten Ressource umzugehen sei, ist der Gegenstand der Unterhaltung im internationalen Lehrkörper des Studiengangs Architektur und seinen Gästen.

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